Walthari
 

Sektion Lebensphilosophie


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Buchneuerscheinung:
Erich Dauenhauer
Alterswege

134 Seiten
 / Direktpreis:  10,- Euro zzgl. Versandkosten

Inhalt
 Worauf es ankommt................................................................. 5
Wer ist alt? ............................................................................. 10
Sein Alter bewußt wahrnehmen........................................... 12
Zur Kunst des Alter(n)s: Japan............................................. 15
Zur Kulturgeschichte des Alter(n)s: die Antike.................... 17
Drei klassische Altersdenker.................................................. 20
Den technischen Anschluß nicht verpassen......................... 26
Zur Kulturgeschichte des Alter(n)s: das Mittelalter............. 28
Altersgefühle.......................................................................... 31
Zwei moderne Altersdenker.................................................. 38
Rituale im Alter...................................................................... 42
Zur Kulturgeschichte des Alter(n)s: Renaissance und
frühe Neuzeit....................................................................... 45

Veränderungen im Selbstbild................................................ 48
Lebensphilosophie.................................................................. 51
Veränderung im Gottesbild................................................... 52
Schwere Krankheiten............................................................. 57
Veränderungen im Weltbild.................................................. 61
Zur Kultur des Alter(n)s in der Moderne und
Nachmoderne...................................................................... 65

Lebenskontinuität................................................................... 69
Mein Mediengebrauch........................................................... 72
Als Emeritus an der Universität............................................ 75
Strukturierte Tage.................................................................. 78
Die Kunst des Lassens............................................................ 81
Soziales Netz.......................................................................... 84
Wichtige Alterstugenden....................................................... 87
Zukunftsbilder........................................................................ 90
Essen und Trinken.................................................................. 93 
Alter als Thema in anspruchsvoller Literatur...................... 96
Schlafen und Träumen im Alter.......................................... 102
Freundschaft mit Büchern................................................... 105
Von der Meditation zur Kontemplation............................. 108
Verzeihen, nicht vergessen.................................................. 112
Mißverstandene Askese....................................................... 115
Bedächtigkeit als Altersstil................................................... 118
Altersbeistände: von der Pflegerin zum Pflegeroboter?..... 121
Literaturverzeichnis……..................................................... 125
Namensverzeichnis.............................................................. 128
Stichwortverzeichnis........................................................... 129
 



 

Erich Dauenhauer

 


Wozu noch
Tugenden?

- Ein fälliges Erinnern -

 

 

Walthari®

www.walthari.com

Inhalt
  • Prolog
  • Tapferkeit
  • Besonnenheit
  • Gerechtigkeit
  • Weisheit
  • Klugheit
  • Gelassenheit
  • Redlichkeit
  • Bescheidenheit
  • Dankbarkeit
  • Hochherzigkeit
  • Demut
  • Ahnungssinn
  • Tiefer Richtungssinn
  • Hexis / Habitus
  • Hochgesinntheit und Grossmut
  • Prohairesis
  • Dezenz
  • Geziemtheit
  • Beharrlichkeit
  • Heiterkeit
  • Scham
  • Toleranz
  • Asketische Privatheit
  • Torheit als Tugend
  • Hat die Moral bei tugendhaftem Verhalten stets den Vorrang?
  • Epilog
  • Literaturhinweise

100 Seiten  / Direktpreis:  10,- Euro zzgl. Versandkosten

 

Erich Dauenhauer

 

Weisheitliche Lebensführung

Ein Breviar für Eliten
 
 
 

3. Auflage
1999
 
 
 
 
 
 

WALTHARI

Aus dem Inhalt· 

Kann man sein Leben ›führen‹?· 
Wer ist weise?· 
Warum weisheitliche statt weise Lebensführung?· 
Ist Weisheit lehrbar?· 
Woran erkennt man den Weisheitssucher?· 
Ist Weisheit elitär?· 
Weisheitssuche anhand eines Breviars?· 
Glücksstreben· Sich einzurichten wissen· 
Sich einrhythmen· 
Einsamkeitsfähigkeit· 
Sich Farbe und Form geben· 
Das private Netz· 
Das transzendentale Dach· 
Der soziale Spiegel· 
Maximen zur Lebensweisheit· 
Verhüllte Privatheit· 
Stummberedte Freunde (Bücher)· 
Salutogenese· Innehalten

     

290 Seiten,  flexibler Einband  / Direktpreis: 25,- Euro zzgl. Versandkosten

Link zur Leseprobe:   aus Kapitel Glücksstreben 



 

Erich Dauenhauer

Wege und Irrwege 
ins 3. Jahrtausend

Ein Breviar 
für anspruchsvolle 
Entscheider
 
 
 

7. Auflage
1999
 
 
 
 

WALTHARI

 
Aus dem Inhalt

Erste Leserunde

  • Ich-Führung 1: Glücksmanagement. Wider das Verschwinden des privaten Glücks
  • Gegenwartsbetrachtung 1: Einige Thesen zur Gegenwartsgesellschaft
  • Mitarbeiterführung 1: Distanz und Nähe
  • Schein-Alternative 1: Generalist oder Spezialist?
  • Prozeßkategorie 1: Kritische Zonen
  • Falsche Propheten 1: Ideenmonopolisten 
  • Vision 1: Der ideale Entscheider
  • Zukunftsbetrachtung 1: Thesen zur Zukunftsgesellschaft
  • Weisheitsexistentiale 1: Indirektheit
  • Gespräch mit Wenamun: An der Schwelle zum ersten vorchristlichen Jahrtausend 
  • Heikle Fälle 1: Lustknechte
  • Entscheiderbibliothek 1: Eiserne Bestände

  •  

    257 Seiten,  flexibler Einband  /Direktpreis: 20,- Euro zzgl. Versandkosten

    Link zur Leseprobe:  aus Kapitel  Distanz und Nähe 
     



     

    Erich Dauenhauer

    Zeitmanagement 
    für Entscheider

    Wege zur persönlichen 
    Zeitsouveränität
     
     

    3. Auflage
    1999
     
     
     
     

     WALTHARI

    Aus dem Inhalt
    • Erster Zugang zur persönlichen Zeitsouveränität: den eigenen mentalen Schutt wegräumen
    • Zweiter Zugang zur persönlichen Zeitsouveränität: Zeitfallen erkennen
    • Lebensphilosophischer Zugang zum Zeitwohlstand
    • Das Netzwerk des Zeitmanagements
    • Sortier- und Plazierungsregeln
    • Fokustechniken
    • Planungstechniken
    • Gesprächs-, Besprechungs- und Konferenztechniken
    • Abschirmtechniken
    • Info-Techniken
    • Kontrolltechniken

    •  

    69 Seiten, flexibler Einband  / Direktpreis: 6,-,- Euro zzgl. Versandkosten

    Link zur Leseprobe:  aus Kapitel Zwischenstück 
     



    Erich Dauenhauer

     

    Spannungsfeld 
    Familie und Beruf 

    Ein Breviar 
    für Führungskräfte
     
     

    1999
     
     
     

    WALTHARI

    Aus dem Inhalt
    • Ein unseliger Dualismus
    • Spannungsfeld Familie und Beruf
    • Divergierende Interessen und Anforderungen 

    • von Familie und Beruf
    • Rollenvielfalt, Rollenwahrnehmung, Rollen-»Spiele«
    • Zentrale Engpässe im Konfliktmanagement
    • Partnerkonzepte im Ensemble unterstützender Faktoren
    • Netzkonzepte als Klammer und Hilfsmittel
    • Sinnkonzepte: Bedeutung, Dimensionen, Erfolgsfaktoren
    • Vertrauenskultur: das stabilste Fundament im Spannungsfeld
    • Erwartungen und Visionen
    • Familie und Beruf als besondere Herausforderung des Zeit- und Persönlichkeitsmanagements
    • Erfüllung durch weisheitliche Lebensführung

    •  

    55 Seiten, flexibler Einband  /Direktpreis: 6,- Euro zzgl. Versandkosten

    Link zur Leseprobe:  aus Kapitel  Zentrale Engpässe... 
     



    Univ.-Prof. Dr. Erich Dauenhauer

     

     
    Kirche in Not

    Warum lassen wir die älteste kulturelle 
    und spirituelle Institution dahinsiechen?

     
    - Ein Weckruf an Laien -

       

    2013

     

     
    Walthari®
    www.walthari.com
    Aus dem Inhalt

    1.      Ist Kirche noch zeitgemäß?

    2.      Ein einsichtiger Agnostiker geht voran.

    3.      Kirchensterben läuft auf Kultursterben hinaus.

    4.      Rettet die kirchlichen Schätze!

    5.      Was zu tun wäre.

    6.      Anwälte religiöser Vernunft.

     


       

    16 Seiten, felxibler Einband / Direktpreis: 3,- Euro zzgl. Versandkosten



    3. August 2013

    Kirche in Not
    Nachlese 2  
     
    Bei seinem Brasilienbesuch forderte Papst Franziskus die katholischen Pfarreien in aller Welt »zur Unruhe« auf. Die Kirche müsse in die Öffentlichkeit gehen, um den Menschen den Glauben nahezubringen. Er animierte die jungen Generation  sogar, im Glauben eine »Revolution auszulösen«, um gegen die »Verflachung des Glaubens« anzugehen.
    Die schwindende Zahl der katholischen Priester führt zu deren Überforderung. Immer mehr Gotteshäuser werden stillgelegt, verkauft und zu Museen, Kaufhäusern, Kletterhäusern, Sporthallen usw. ›umgewidmet‹. Wo einst ein Hochaltar stand, wartet eine Torwand auf Probeschießen; wo früher fromme Lieder gesunden wurden, herrscht schrilles Fun-Geschrei.
    Wer hat es so weit kommen lassen?
    »Mischt euch ein!«, ruft Papst Franziskus den Laien zu. Genau das steht im ›Weckruf für Laien‹ (Untertitel), der am 11. Februar 2013 unter dem Haupttitel ›Kirche in Not‹ veröffentlicht wurde. Die Priesterschaft schweigt erschrocken, die Laien schauen stumm zu, wie ihre Kirche…
    © Univ.-Prof. Dr. E. Dauenhauer. Aus: aus: www.walthari.com  


    1Juli 2013

     
    Kirche in Not
    Nachlese
     
    Was ist los mit der Geistlichkeit der evangelischen und katholischen Kirche? Hat sie den mahnenden Hinweis von  Dietrich Bonhoeffer vergessen, der von einer »Verschwendung des Heiligen« sprach? Bringt man ihr den offenen Brief ›Kirche in Not‹ zur Kenntnis, schweigen sie – aus Angst vor der dort vorgetragenen Sache? Aus Überheblichkeit gegenüber den beiden theologischen Laien, die sich mit dem ›Weckruf‹  (Untertitel) befassen?
     
    Was ist bloß los mit der Geistlichkeit, die sonntäglich in ihren Gotteshäusern vor immer weniger Gläubigen den Niedergang der Kirche vor ihren Augen mitansehen muß und unter der Woche im Dienst des Herrn sich abrackert, aber keine zweite Öffentlichkeit sucht, um der eventlustigen Gesellschaft klar zu machen, was…  
    »Wozu noch Gotteshäuser?«, zitiert der Briefschreiber  in ›Kirche in Not‹ die gesellschaftliche Frage in pectore und weist auf die Folgen hin.
     
    Hat es die Geistlichkeit verschreckt, daß evangelische Obere gerade eine unsägliche »Orientierungshilfe« vorgelegt haben, die der Natur von Ehe und Familie den Boden entzieht? Nur  eine der zahlreichen Ungeheuerlichkeiten, die für »eine heillose Verwirrung« sorgt und das »Vertrauen in eine Institution, die über die Moden des Tages hinaus dem Zusammenleben der Christen biblische Maßstäbe und Einsichten vermitteln soll«, erschüttert (so der ehemalige Militärbischof  Hartmut Löwe). Im Jahre 1990 hatte die EKD noch 29,4 Millionen Mitglieder, 2010 waren es nur noch 23,9 Millionen – ein Verlust von  fast 300.000 Menschen jährlich. Rein rechnerisch ist das Ende abzusehen.
     
    Verheerender noch sind die Nachrichten aus der katholischen Kirche. Da spricht der Papst von homosexuellen Seilschaften im Vatikan; gerade wurde der Chefbuchhalter der Vatikanbank unter Geldwäscheverdacht verhaftet; Vatikankenner sprechen von tiefsitzenden korrupten Strukturen, vor denen schon der deutsche Papst kapituliert habe und denen  gegenüber der jetzige Papst persönlich sich hilflos zeige (»Ich bin  organisatorisch nicht sonderlich begabt«). Er sucht sich mit einer Untersuchungskommission…
     
    Ist das nicht alles zum Davonlaufen? Da gehen manche Gottessucher erst gar nicht mehr hin, auch solche, die sich zum Dienst in der Kirche berufen fühlen…
    © Univ.-Prof. Dr. E. Dauenhauer. Aus: aus: www.walthari.com  


    Leseproben

    BWH 20 Weisheitliche Lebensführung

    (6) Gibt es ›Kategorien zum Glück‹, die kulturunspezifisch und der Conditio humana angemessen sind? Wohl diese: (a) Glück ist kein direkter Gegenstand menschlichen Strebens, sondern vor allem Begleiteffekt gelingender Lebensführung. »Man entschließt sich nicht zum Glück, wohl aber zu einer Lebensform (gr.: bios), die das Glück mit gutem Grund erwarten läßt... Deshalb läßt sich auch das Glück nicht öffentlich herstellen.« (b) Glück entspringt einer ganzheitlichen Befindlichkeit: aus einem Abgestimmtsein von Körper, Geist und Seele; möge der Körper noch so gesund und der Geist hochgebildet sein, bei seelischem Kummer will kein Glück aufkommen (und vice versa). (c) Glück hat mit der Fähigkeit zu tun, seine Erwartungen mit einem angemessenen Mitteleinsatz klug abstimmen zu können; hier greifen die Mesoteslehre (vgl. Kapitel: Aristoteles) und die Nahethik (vgl. Kapitel: Epikur sowie Kapitel: Marquard); selbstidentische Zufriedenheit kann durchaus glücklich machen. (d) Glück ist ein existentieller Reflex aus sittlichem Leben, d.h. aus der Übereinstimmung von ethischen Werten (Gerechtigkeit usw.) mit dem eigenen Handeln; Epikur: »Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden.« Gerechtigkeit steht glücksphilosophisch für Tugendhaftigkeit. (e) Glück entspringt einer Weltbildkonsistenz (vgl. Kapitel: Transzendentales Dach) in Übereinstimmung mit realistischen Selbstentfaltungszielen; wer sich für ethische Werte einsetzt, kann Glück empfinden; (f) Glück nährt sich, in Ergänzung zum guten Charakter, zum wohlwollenden Denken und zur schlüssigen Identität (vgl. oben), aus Kunsterlebnissen (ästhetische Erfahrungen); jedermann weiß: Musik z.B. kann glücklich machen. (g) Glück entfaltet sich in erfüllender Kommunikation (mit Freunden, im Forschungsdiskurs usw.). (h) Glück gedeiht auf sozialer Resonanz (vgl. Kapitel: Der soziale Spiegel); einem Olympiasieger wird Freude durch weltweite Anerkennung zuteil; ein Kind strahlt, wenn wir es aus gutem Anlaß loben. (i) So unverfügbar Glück letztlich ist und sowenig dabei das Leiden vergessen werden kann, so sehr muß es einem menschenwürdigen leben erlaubt sein, nach Glück Ausschau zu halten und etwas dafür zu tun. (j) Weniger in der Erfüllung als im Streben nach Glück und in der Erwartung auf Glück stellt sich jene Freude ein, die Menschen so notwendig zum Leben brauchen wie die Luft zum Atmen.

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    BWH 18 Wege und Irrwege...

    Du-Seuche. In Betrieben ist man mit dem Du schnell zur Hand, auch auf Entscheiderebene und sogar zwischen Entscheidern und Mitarbeitern. Bis Ende der siebziger Jahre erwuchs ein Du aus langjähriger Arbeitsgemeinschaft oder aus Sympathie durch verwandte Denkweisen oder private Steckenpferde. Nach skandinavischem und vermeintlich angelsächsischem Vorbild hält man es für schick, in einen brüderlichen und schwesterlichen Du-Umgang ohne weitere Umstände hinüberzugleiten, ohne Rücksicht auf Altersunterschiede, Berufsstellungen und persönliche Lebensstile. Ein Sie hat häufig schon Ausschließungsfunktion (Mobbing) und bleibt für patriarchische Altentscheider reserviert. Der soziale Du-Druck kann so groß werden, daß eine Verweigerung schon als Störung des Betriebsklimas gewertet wird. Um nicht als altväterlich zu gelten, beugen sich viele Entscheider widerstandslos dem Druck oder gehen sogar in die Offensive, indem sie die Parole ausgeben: »Wir sind eine Betriebsfamilie! Und in einer Familie duzen sich alle, auch Opa und Enkel.« 

    Es ist ein verbreiteter Irrtum zu glauben, unterschiedliche Umgangsverhältnisse seien unangemessen und verstießen gegen die Gleichheit der Menschen. Sie löcken gegen die Gleichheitsideologie, gewiß, und das ist gut so, denn es ist gerade umgekehrt, als es die Nivellierungsmode glauben machen will: Verordnete oder gedankenlose soziale Einebnungen unter den Menschen (mit nun mal verschiedenen Begabungen, Leistungen, Rangpositionen usw.) gehen auf Kosten von Freiräumen, die jeder Einzelne und die Betriebe benötigen, um das effiziente Spiel zwischen Distanz und Nähe in Gang zu halten. 

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    BWH 22 Zeitmanagement...

    Auch die besten Techniken laufen ins Leere, wenn sie nicht auf einem stabilen mentalen Fundament aufruhen. Dazu gehören: keine Ausreden gelten lassen; Charakterstärke zeigen; im Rahmen der Grundsatzentscheidung auf Kurs bleiben; Fehlkalkulationen (Rentnerkalkül u.a.) ausmerzen; ein Mindestmaß an Zeitwohlstand gegenüber dem Streben nach Güter-»Wohlstand« eisern verteidigen (»Krösus« usw. darf nicht »Seneca« vertreiben); sich einen lebensweisheitlichen Bildungshintergrund verschaffen, um gelassen Verzicht üben zu können; situationsklug (phronetisch) entscheiden und handeln.
    Den »Seneca«-Schlüssel (vgl. oben) beherrscht nur, wer dieses Fundament nicht nur tief begreift, sondern auch tatkräftig baut. Verstandesentschlüsse allein sind dazu nicht in der Lage. Hinzutreten muß ein beständiges Üben und eine unerbittliche Selbstkontrolle: Warum kann ich so wenig »Nein«-sagen? Warum fällt mir der Verzicht auf »Caesar«-»Wohlstand« so schwer? usw. 
    Erst allmählich kann (vielleicht) jenes innere Gespür geweckt werden oder entstehen, ohne das keine Meisterschaft im Zeitmanagement möglich ist: es handelt sich um die Sensibilität für Zeit. Man könnte es als ein persönlichkeitstiefes Organ bezeichnen, in welchem Verstand, Vernunft, Intuition, Charakter und Wille zusammentreffen. Da offenbar nur wenige Menschen mit diesem Organ ausgestattet sind, neige ich zur Vermutung, daß Zeitsensibilität mit dem ebenfalls seltenen absoluten Gehör vergleichbar ist, mit dem man begabt sein muß, um es zu entwickeln. Doch wenigstens in Ansätzen muß es möglich sein, ein Grundgespür für Zeit zu erlernen. Worauf bezieht es sich?

    • Auf die Tageszeiten: Zeitsensible Menschen »wissen« auch ohne Uhr, was die Stunde geschlagen hat.
    • Auf das Zeitmaß: Das Organ drängt je nach Lage auf Tempoverschärfung oder -verlangsamung und empfindet Redundanzen (Leerlauf) unerträglich.
    • Auf Zeitqualität: Menschen empfinden Zeiten qualitativ verschieden; so gibt es ein Feierabend-, Sonntags-, Weihnachtsgefühl, das unser Leben spezifisch einfärbt. Zeitsensible Menschen erspüren weit feinere atmosphärische Qualitäten, so etwa beim Gesprächsablauf.
    Ein mit Zeitgespür ausgestatteter Mensch hat also eine »Nase« für Quantität, Qualität und Kairos Es muß nicht lange erläutert werden, was eine solche Sensibilität für das Zeitmanagement bedeutet. Wo andere Menschen mühsam »durchkalkülisieren«, d.h. ständig auf die Uhr schauen, von Organizern erinnert und ermahnt werden müssen, kann der mit Zeitsensibilität Begabte auf seinen Grundsinn statt auf Hilfetechniken vertrauen. Auch er kommt ohne Zeitmanagement-Techniken nicht aus, aber sie übernehmen bei ihm nicht die Funktion von Führern, sondern von Werkzeugen. 
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    BWH 24 Spannungsfeld Familie...

    5. Zentrale Engpässe im Konfliktmanagement 
    Das Feld der divergierenden Interessen und Anforderungen von Familie und Beruf ist durch fünf Engpässe gekenntzeichnet:

    • Zeitnot: Betriebszeit und Privatzeit stehen in einem Konkurrenzverhältnis, und zwar nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ, z.B. durch nachhängende Grübelzeit infolge von mitgeschleppten Betriebsproblemen, die sich als Zeitfraß erweisen.
    •  Notwendige Konsequenz: Das Zeitmanagement ist zu verbessern. 
    • Sinn-Verwerfungen: Die Gemengelage aus ›ewig‹ schlechtem Gewissen, Ohnmacht, Karrierekrisen (Angst um den Arbeitsplatz u.a.), aus einer überzogenen Unternehmensphilosophie und aus gesellschaftlichem Wertewandel erschweren jedes stabilisierende Sinnkonzept.
    • Notwendige Konsequenz: Ohne Erfüllungserfahrungen im Großen und Kleinen schmilzt jeder Lebenssinn dahin; es sind daher Sinnkonzepte zu entwickeln, die Beruf und Familie als komplementäre Einheit verstehen.
    • Kommunikationsnot: Als ein echter Notstand sowohl innerbetrieblich als auch innerfamiliär und erst recht zwischen dem Berufs- und dem Privatsektor ist die meist schwach ausgeprägte Verständigung aufs Wesentliche anzusehen, die nicht mit wortreichem Geplapper an der Oberfläche zu verwechseln ist. Selbst Konferenzen unter Managern laufen ärgerlich oft wenig redundant ab: viel Gerede mit wenig Substanz. Und zuhause?
    Nur jede sechste Führungskraft diskutiert und plant mit dem Ehepartner die gemeinsame Zukunft. Hohe Kommunikationsdefizite bestehen auch im Verhältnis zu den eigenen Kindern.
    Notwendige Konsequenz: Im Privatsektor ist die Zuwendung zu intensivieren (mehr noch emotional als zeitlich); im Beruf muß Kommunikation zielführender ausfallen.
    • Emotionalitäts-Defizite: Die Bedeutung von Gefühlswerten in Familie und Betrieb wird bei fast allen Führungskräften massiv unterschätzt. Sie sind auf rationale Entscheidungen getrimmt und haben buchstäblich wenig Ahnung von der Gefühlseinbindung menschlicher Wahrnehmungen und Erfahrungen.
    Nach den anthropologischen Erkenntnissen der Gefühlsphilosophie nehmen Emotionalität in allen Lebensbereichen den gleichen Rang ein wie Rationalität.
     Notwendige Konsequenz: Die so kostbare Vertrauens- und Kreativitätskultur ist ohne ›klimatische‹ Komponente nicht zu haben; Entscheider müssen ein Organ für Gefühlslagen entwickeln.
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