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Neu
Walthari®
Zweitschrift für Literatur
 
Heft 65/2018
Neue Folge
 
Literatur in Digitalistan
 
 
Inhalt
 
Zu diesem Heft
Rückblende
poetors wonnelied
Digitalisierung als techno-evolutionärer Überschlag
Entfesselte Zauberlehrlinge4
Zur Rolle der Literatur im digitalen Zeitalter
Werk-Stätten-Gespräch
Kurznachrichten aus Digitalistan
Der verborgene Algorithmus im Roman ›Gerichtsasche‹
Erinnern im Erinnern nach 25 Jahren: Brief an Václav Hável
Universalistische Utopien
Digitalisierte Weltseele?.
Tagbuchnotizen im Jahr der Brände
Buch- und Medienschau
Namensverzeichnis
Stichwortverzeichnis
 



Heft 64/2017
Neue Folge

               

W63

34.  Jg. 
64/2017

  ISSN 0930-0279         www.walthari.com                
      
            INHALT
  • Zu diesem Heft
  • Rückblende
  • Jenseitsproben
  • Traumwissen
  • Zwei Erschütterungen
  • Träumende Literatur
  • Bricolage
  • Stürze – Eine Kurzgeschichte
  • Mikroformate in der Literatur
  • Duft-Magie
  • Vom Ende der Briefkultur
  • Geist und Gehirn
  • Lobreden
  • Idolenkult
  • Langsamkeit und Langeweile
  • Literaturbrief
  • Tagebuchnotizen im Halbjahr der Gärungen
  • Buch- und Medienschau
  • Namensverzeichnis
  • Stichwortverzeichnis
  • Hinweise des Herausgebers
  • Impressum

 

 
100  Seiten,  10,- Euro zzgl. Versandkosten
Bestellanschrift: siehe oben



Heft 63/2016
Neue Folge

               

W62

33.  Jg. 
63/2016

  ISSN 0930-0279         www.walthari.com                 
      
            INHALT
  • Zu diesem Heft
  • Rückblende
  • Traumatisch
  • Das Unbewußte als literarische Agentur
  • Halbschlaftechniken als Öffnung zur terra incognita
  • Was weiß das wache Bewußtsein über das Unbewußte?
  • Gehirnverwalter
  • Gottfried Benn-Zitat
  • Der Traum als Spielplatz des Unbewußten
  • Über den gezähmten Reisetrieb. Einkehr ins literarische Exil
  • Jean Paul (1763 – 1825)
  • Postmoderne Wirklichkeits- und Transzendenzverweigerung
  • Seelengewiß im Gehäuse der Sprache
  • Im Kreuzverhör
  • … und kamen nach Santo Domingo
  • Die Jahre 1960 bis 1971
  • Tagebuchnotizen im Halbjahr des Migrationsdruckes
  • Buch- und Medienschau
  • Namensverzeichnis
  • Stichwortverzeichnis
  • Hinweise des Herausgebers
  • Impressum


102  Seiten,  10,- Euro zzgl. Versandkosten
Bestellanschrift: siehe oben

Leseprobe


Zu diesem 63. Heft
 
Der Satz, wonach das Unbewußte als geheime Agentur  allen literarischen Schaffens fungiert, ist unter Kundigen längst keine steile These mehr. Die Belege sind in der Selbsterfahrung so evident wie in der Wissenschaft empirisch sattelfest, so daß man (um im Reiterbild zu bleiben), das Pferd, auf dem man unaufhaltsam davongaloppiert, nur noch verwirrt wahrnimmt. Das Bild verleitet allerdings zu der falschen Annahme, daß der Reiter Herr über die tierische Urkraft sei, wenn er seine verbalen und nonverbalen Kommandos nur richtig setze. Doch schon Pferdekenner wissen, wie sehr der Reiter letztlich der Unberechenbarkeit des Vierbeiners ausgesetzt ist. Man muß nicht erst ein paar Stürze überlebt haben, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Das Bild veranschaulicht, wie alle Vergleiche, nur unvollständig den komplexen Zusammenhang zwischen dem ich-wachen Bewußtsein (des Reiters) und den Tiefenkräften des Unbewußten (des Pferdes), verdeutlicht aber dennoch das Symbiotische und zugleich Illusionäre im Zusammenspiel. Eine Besonderheit des vorliegenden Heftes besteht darin, daß der Aufklärungsgewinn mehr im Rezensionskapitel als im Aufsatzteil zu suchen ist. Was als zehnte Kränkung des Homo sapiens ausgelegt werden kann, nämlich die insgeheime  Vormacht des Unbewußten gegenüber dem wachen Bewußtsein, läßt sich auch anders interpretieren und wahrnehmen: als Einladung zum vertrauensvollen Um-Gang. Sich das Unbewußte zum Freund machen, indem man seine Unauslotbarkeit und Verstellkünste respektiert und dem Geheimnis als literarische Ressource achtsam und ahnungssensibel begegnet.
 
 


Heft 62/2015
Neue Folge

               

W61

32.  Jg. 
62/2015

  ISSN 0930-0279         www.walthari.com                 
      
            INHALT
  • Zu diesem Heft
  • Walthari-Rückblende
  • Übermächtig
  • Traumatische Aufarbeitung
  • Literatur als Einladung ins Phantastische
  • Lukianismus
  • Begegnung mit der Wirklichkeit
  • Vom Romane-, Gedichte- und Stückeschreiben
  • Kleists Novelle ›Der Findling‹ im Vergleich
  • Kriegslied
  • In der Genderei – Ein Satyr zu Besuch ‒
  • Die Jahre 1955 bis 1960
  • Herzbücher
  • Das A in Magil
  • Schelling im Gespräch
  • Tagebuchnotizen
  • Buch- und Medienschau
  • Namensverzeichnis
  • Stichwortverzeichnis
  • Hinweise des Herausgebers
  • Impressum



99  Seiten,  10,- Euro zzgl. Versandkosten
Bestellanschrift: siehe oben

Leseprobe


Zu diesem 62. Heft
 
Widersprüchlicher könnte ein Hefttitel nicht laufen: ›Literarische Phantastik im neuen Realismus?‹ Wo doch mit dem Phantastischen alle Wirklichkeiten hinter sich gelassen werden – wie es scheint. Aber es scheint nur so. Der Zusammenhang beider Welten (um nicht zu sagen Wirklichkeiten, denn auch das Phantastische existiert wirklich) ist so lebensnah und gerade deshalb so leicht übersehbar weil tiefenkomplex (das Nächste ist das Komplexeste, man denke an das eigene Ich), daß man glaubt, es handle sich um zwei Sichtweisen. Aber so ist es nicht. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts geht die Epoche des übersteigerten Konstruktivismus zuende, die auf ontischen Fundamenten die wildesten Tänze vollführte, ohne jene zu bemerken. Nun reißen die neuen Realisten die Kartenhäuser nieder und verfallen leicht in das andere Extrem. Literatur, indem sie ihre Phantasie schweifen läßt, holt alles in die Sprache, fast alles jedenfalls, und läßt so Getrenntes verschmelzen. Das kann ästhetisch abgehoben, also erhaben, aber auch lebensdramatisch unterfüttert geschehen wie bei Edgar Alan Poe, den man zuletzt mit vierzig Jahren, verarmt und in erbärmlichem Zustand, auf der Straße auflas, ehe er starb. Zeitlebens verkannt, war er unterwegs mit seiner treuesten Begleiterin, der Sprache. An ihm bewahrheitete sich Kafkas Monitum: »Das wirkliche selbständige Leben des Buches beginnt erst mit dem Tod des Mannes oder richtiger eine Zeitlang danach.« Schon Novalis deutete den Grund an: »Der wahre Leser muß der erweiterte Autor sein.« Der wahre Leser aber ist der erschrockene, ›erwachte‹. Poe lebte buchstäblich aus dem Koffer. Die vielen Poe-Häuser in den USA – naja, Walthari-Leser können es sich denken.
 

 
Heft 61/2014
Neue Folge

               

W61

31.  Jg. 
61/2014

  ISSN 0930-0279         www.walthari.com                 
      
            INHALT
  • Zu diesem Heft
  • Walthari-Rückblende
  • Leitgedicht
  • Wider-Stehen als Urmuster
  • Literatur als Widerstand
  • Kontrapunkt
  • Tsunamische Apokalypse
  • Literaturbrief
  • Tugendrenaissance?
  • Literaturzeitschrift als Konterbande
  • Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Literaten
  • Die Sprache schlägt Alarm
  • Lexikalische Visionen
  • Die Jahre 1949 bis 1955
  • Tagebuchnotizen
  • Hexagonales Urmuster
  • Buch- und Medienschau
  • Namensverzeichnis
  • Stichwortverzeichnis
  • Hinweise des Herausgebers
  • Impressum


100  Seiten,  10,- Euro zzgl. Versandkosten
Bestellanschrift: siehe oben

Leseprobe


Arbeitsgemeinschaft
deutschsprachiger Literaturzeitschriften
 
Mit Rundschreiben vom 14. September 2013 regte ich bei rund zwei Dutzend Literaturzeitschriften im deutschsprachigen Raum an,
eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen, um für diese Pariodika mehr öffentliches Gehör zu finden. Das Schreiben lautete:
 
14. September 2013

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
nach dreißig Jahren meiner Herausgeberschaft ist gerade Heft 60 der Literaturzeitschrift Walthari erschienen. Schwerpunktthema: Literatur als Überschreitung.
Ich wende mich heute an einen kleinen Kreis von Kolleginnen und Kollegen, von denen ich annehme, daß ihnen die Qualität ihres Periodikums mehr am Herzen liegt als kommerzielle Kriterien. Dafür zahlen wir alle einen hohen Preis.
Das wäre noch zu verkraften, käme nicht hinzu, daß die öffentliche Wahrnehmung von Literaturzeitschriften marginal ausfällt, auch in den Feuilletons überregionaler Tageszeitungen (in den Sendeanstalten steht Literatur ohnehin auf verlorenem Posten). Heft 250 der ›horen‹ zieht aus alledem eine schonungslose Bilanz (Susanne Krones: »Ich glaube, daß die Zeitschriften in Deutschland keine erkennbare Funktion mehr ausüben«, a.a.O., S. 131). Im 60. Walthari-Heft gehe ich kurz darauf ein. Wenn wir mit vernehmbarer Stimme im öffentlichen Raum wahrgenommen werden wollen, bleibt nichts anderes übrig, als uns in loser Form zusammenzuschalten, um mit vereinter Stimme zu sprechen. Themen gibt es zuhauf, zu denen sich ein ›Arbeitskreis deutschsprachiger Literaturzeitschriften‹ äußern könnte. Intern wäre eine Abstimmung ohne organisatorisch festen und aufwendigen Rahmen leicht möglich: Jedes Mitglied könnte für eine öffentliche Themenpräsentation die Initiative ergreifen und intern um Zustimmung werben; nur bei einer qualifizierten Mehrheit der Arbeitskreismitglieder dürfte der Initiator im Namen des Kreises an die Öffentlichkeit treten. Der Vorgang wäre, wie ersichtlich, mit keinem besonderen Organisationsaufwand verbunden. Weder rechtliche noch finanzielle Hindernisse stünden im Wege: Ein loser Arbeitskreis ist kein Verein, auch keine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts und daher als Meinungsplattform haftungsfrei, wenn die Grenzen der Meinungsfreiheit nicht überschritten werden.
Wie stehen Sie dazu? Sicherlich wird sich der Arbeitskreis auf eine überschaubare Zahl von Mitgliedern beschränken müssen (es gibt rund 250 deutschsprachige Literaturzeitschriften mit stark variierendem Selbstanspruch). Ich schreibe für den Anfang nur wenige Redaktionen mit hohem Selbstanspruch und langjährigem Marktauftritt an (rund zwei Dutzend: von Akzente bis Zeno). Die Liste wäre daher ergänzungsbedürftig. Angaben zu ›Walthari‹ finden Sie im Internet unter: http://www.walthari.com. Zu meiner Person: s. Wikipedia.
 
Mit freundlichen Grüßen
Erich Dauenhauer
Copyright by WALTHARI®. Aus: www.walthari.com
 

 

Heft 59/2013



Waltharie59

 30.  Jg. 
 59/2013


  ISSN 0930-0279         www.walthari.com 
           
            INHALT

  • Zu diesem Heft
  • Walthari-Rückblende
  • Leitgedicht
  • Pragmatik des Nichtwissens
  • Ästhetik literarischen Nichtwissens
  • Literarische ›Helden‹. Mit einem quanten­
  • darwinistischen Blick auf die ikonische
  • Wende (iconic turn)
  • Ein aussterbendes Geschlecht
  • Ein sich erfüllendes Gedicht  
  • Recht und Literatur.  Reflexionen anläß‑
  • lich der Veröffentlichung des Romans
  • ›Gerichtsasche
  • Zur Sprache der Juristen
  • Vierfache Schreibunruhe
  • Ein kultisches Fest mit Gedichten
  • Fortschreibung des Walthari-Projekts
  • Tagebuchnotizen im Halbjahr
  • der Wissenshybris
  • Die Jahre 1946 und 1947. Erinnerungs‑
  • bilder aus einer späten Kinderzeit
  • Buch- und Medienschau
  • Namensverzeichnis
  • Stichwortverzeichnis

103  Seiten,  flexibler Einband   10,- Euro zzgl. Versandkosten
Bestellanschrift: siehe oben


Leseprobe

Ästhetik literarischen Nichtwissens
1
Kunst und Literatur haben seit jeher ein zwiespältiges Verhältnis zum Wissen, hingegen ein ›unausgesprochen‹ inniges Verhältnis zum Unwissen. Diese Feststellung mag überraschend klingen, doch jede saubere Literaturanalyse kommt zu diesem Ergebnis.
Zunächst zur Rolle des Wissens in der Kunst und Literatur. Ihr jeweiliger Erlebnis- und auch Erkenntnishorizont reicht weit über bloßes Wissen hinaus. Wäre es anders, könnten die den beiden Bereichen zugeordneten Wissenschaften (Kunst- und Literaturwissenschaft) die Aufgabe der Kunst und Literatur übernehmen, denn als wissenschaftliche Disziplinen sind sie für den perfekten Umgang mit Wissen zuständig. Jeder Roman, jedes Gedicht, jedes Bühnenstück hat mehr und zugleich weniger zu ›leisten‹ als Wissensvermittlung. Weniger, weil wissenschaftliche Systematik und Methodik dem literarischen Werk abträglich wäre. Mehr, weil der Erlebnis- und auch Erkenntnisraum, wie ihn Romane usw. schaffen, mit Wissen allein nicht zureichend zu gewinnen, zu beschreiben und zu erfahren ist. Über diesen Sachverhalt besteht erlebnismäßig und disziplinär uneingeschränktes Einvernehmen. Kunst und Literatur als Werkakte gehen also in Wissen nicht auf; sie erschließen ihre raumzeitliche Besonderheit weit stärker über emotionale, atmosphärische und spirituelle Sensorien als über analysierendes Wissen Wer ein Gedicht liest…
Copyright by WALTHARI®. Aus: www.walthari.com



Sonderdruck 2010




  www.walthari.com 
 
    Aus dem Inhalt

      1. ...
      2. Historische Schlüsseldaten
      3. Dramatischer Mentalitätswechsel und Sprachverlust
      4. Über den Einstigen Deutsch-Lothringer
      5. Im Lothringer Zipfel
      6. So nach – so fern
      7. Vergessene Lothringische Volkslieder
      8. Verblasste Residenzpracht an der Moselschleife
      9. Diedenhofen (Thionville)
    10. Benachteiligtes Lothringen
    11. Zweierlei Geschichtsschreibung
    12. Gorze
    13. Metz


28 Seiten,  flexibler Einband  /   Direktpreis: 5,- Euro zzgl. Versandkosten

Leseprobe


WALHARI-LÄNDER

Das Sonderheft faßt die beiden Teile des Reiseberichts zusammen, die in den WALTHARI-Heften 52 und 53 erschienen sind. Erklärungsbedürftig ist die Bezeichnung ›Walthari-Land‹. Das  fränkische Epos ›Waltharii poiesis‹, das wohl im ersten Drittel des 9. Jahrhunderts im Benediktinerkloster zu Weißenburg/Elsaß niedergeschrieben wurde (ausführlich besprochen in mehreren WALTHARI-Heften), bezieht sich auf folgende Städte, Landschaften, Flüsse und Länder: 

Aquitanien (Vers 77 u.a.)
Burgund (Vers 34 u.a.)
Châlon (Vers 53) 
der Rhein (Vers 432) 
der Wasgenwald (Vers 490 u.a.)
die Donau (Vers 19)
Franken (Vers 87 u.a.)
Griechenland (Vers 729)
Irland (Vers 1132) 
Italien (Vers 1135)
Metz (Vers 644 u.a.) 
Pannonien (Vers 59 u.a.)
Sachsen (Vers 756 u.a.)
Speyer (Vers 1011)
Straßburg (Vers 1010)
Thule (Vers 1131) 
Troja (Vers 28)
Umbrien (Vers 1340)
Worms (Vers 87 u.a.).

Rund die Hälfte dieser geographischen Bezugspunkte waren bereits Gegenstand einer Reisebeschreibung in der Heftreihe. Mit Lothringen (Metz) kommt ein weiteres ›Walthari-Land‹ hinzu. Es ist nicht mein Ehrgeiz, über alle geographischen Bezugspunkte im Walthari-Epos Reiseberichte anzufertigen, doch wenn sich die Gelegenheit bietet, will ich den europaweiten Eposraum (Ceylon wird vom Dichter lediglich als symbolisch-rhetorische Formel gebraucht) weiter bereisen und beschreiben. 

Münchweiler, im Dezember 2009
Univ.-Prof. Dr. E. Dauenhauer 
Copyright by WALTHARI®. Aus: www.walthari.com


 


Sonderdruck 2008



  www.walthari.com 
 
»Das Elsaß ist wie ein zerbrochener Spiegel.«
    Redewendung unter Elsässern

22 Seiten,  flexibler Einband  / Direktpreis:  5,- Euro zzgl. Versandkosten

 

Leseprobe

Über den Verlust einer jahrhundertealten Kultur und ihres kollektiven Gedächtnisses

Untergang einer regionalen Primärkultur. Der hochdramatische Vorgang hat sich leise aus dem alltäglichen Leben in die dunkle Geschichte geschlichen. Unwiderruflich. Eine Region deutsch-alemannischen Ursprungs kappt gerade ihre letzten Wurzeln und schmückt ihr teils aufgezwungenes, teils freiwillig angenommenes Doppelgesicht gänzlich gallisch ein. Noch vor zwanzig Jahren konnte jeder Dorfbub im Elsaß dem Fremden auf alemannisch Auskunft geben. Seit der Jahrtausendwende liegt auch die letzte Grabplatte bereit: zur Eindeckelung des elsässischen Dialekts, der als kulturelle Schatzkammer die lange Geschichte der Region aufbewahrte und wachhielt. Mit dem Verlust einer Sprache geht bekanntlich eine ganze Kultur unter. Das einfranzösisierte Elsaß hat keinen originären Zugang mehr z.B. zu seinen großen Humanisten (Jacob Wimpfeling u.a.). Es war ihm mehr als einmal sogar verboten, sich seiner deutschen Vergangenheit zu erinnern. Nun bedarf es keiner Verbote mehr. Die kulturelle Abkoppelung ist endgültig geschafft und macht staatsoffizielle Nachhilfe überflüssig.
Copyright by WALTHARI®. Aus: www.walthari.com
 


 

Jubiläums-Broschüre


 

WALTHARI-Jubiläum
 
 

25 Jahre Literaturzeitschrift
10 Jahre Netzausgabe
 
 
 
 
 
 

2008
 
 
 

(Umschlag:  Mehrfarbendruck)

 
     
       Inhalt
    • Ein seltenes Doppeljubiläum
    • Erstes WALTHARI-Heft
    • Einführungsprogramm
    • WALTHARI-Heft 5: Literatur der Pfalz und der Pfälzer
    • Dichterland? – Dichter-Land!
    • Sonderdruck: Die elsässische Doppeltragödie
    • Podiumsdiskussion anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Literaturzeitschrift WALTHARI
    • Titelseiten (Auswahl)
    • Podiumsdiskussion zum WALTHARI-Heft 49: Literatur und Religion
    • Haupttitel der Tagebuchnotizen
    • Alphabetisches Verzeichnis der Tagebuchnotizen (Auszug)
    • Internetausgabe
    • Buchbesprechungen
    • Hinweise des Herausgebers
    • Bisher erschienene Ausgaben
    (16 Seiten im DIN-A-4-Format)

Bezug über:
Walthari-Verlag, Postfach 19, 66979 Münchweiler
Die Jubiläums-Broschüre kann gegen eine Schutzgebühr von 3.- Euro,  incl. Versandkosten, bezogen werden.