Walthari
 

Berichte, Zeitschriftenschau u.a.


Den Koran beim Wort und die Mullhas ernst nehmen
Teil 14
Teil 1: 30. Sept. 2001
Teil 7: 22. Febr. 2003
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  4. Unbestreitbar ist die Tatsache, daß die islamische Welt ganz überwiegend in einem voraufklärerischen Zustand lebt, religiös und politisch. Kein einziger islamischer Staat ist demokratieförmig. Das heißt: Eine Milliarde Muslime wird korangläubig und demokratiefern gehalten. Damit lauern hinter den koranischen Friedengeboten Gewaltpotenziale, die ununterbrochen eruptiv hervortreten, wie täglich zu erleben ist. Selbst in der halbaufgeklärten Türkei schimmern die dunklen Seiten der Denkmuster immer wieder durch.
  5. Jeden aufmerksamen Medienbeobachter fällt der Widerspruch auf, daß über Untaten in und aus der islamischen Welt laufend berichtet, nicht aber auf die mentalen Ursachen verwiesen wird. Vom unaufgeklärten Riesenpotenzial der islamischen Welt (vgl. oben) gehen global spürbare Wirkungen aus, darunter die Neurotisierung der USA und nun auch Frankreichs.
  6. Angesichts dieser Mentalitäts- und Faktenlage friedliche Pegida-Demonstranten hierzulande als »Ratten« (NW-Ministerpräsidentin Kraft), »Chaoten« (Bundespräsident Gauck) oder »üble Nationalisten« (SPD-Fraktionsführer Oppermann) zu bezeichnen, zeugt von einer schlimmen Bürgerverachtung, auch wenn man in Rechnung stellen muß, daß sich bei Pegida Religions- und Demokratiefeinde eingemischt haben. Am unerträglichsten ist der Vorwurf »Schande für Deutschland« des Innen- und Verfassungsministers Heiko Maas (SPD), zu dessen Aufgabe es rechnet, die Demonstrationsfreiheit zu schützen, gleichgültig, wer demonstriert, solange es friedlich bleibt. Das ist bei Pegida der Fall, weshalb unter entwickeltem rechtsstaatlichem Bewußtsein Heiko Maas sofort hätte zurücktreten müssen. Der Vorgang spricht Bände über unsere parteienstaatliche Herrschaftsklasse. Das hat auch die FAZ erkannt: »Denn sogar für Minister, die für den Schutz der Verfassung zuständig sind, scheint es eine Schande zu sein, dass Bürger zur Kundgabe ihrer Ansichten auf die Straße gehen« (FAZ Nr. 5/2015, S. 1).                                     Fortsetzung  
    © Waltharius, ausgenommen die Originalzitate. Aus: www.walthari.com





2. Dezember 2014

 
Drobinski, M.: Diese Wirtschaft tötet.
Süddeutsche Zeitung Edition Streitschrift, München 2014, 47 Seiten,… Euro
 
Der Papst als Stichwortgeber, wenn der Slogan in die eigene Weltanschauung paßt. Wirkungsmächtiger kann man sich nicht anhängen, auch wenn das ökonomische Weltbild des Papstes nicht nur weit entfernt von der Realität, sondern von möglichen Reformmodellen ist. Der Unterschied ist wesentlich, ich habe ihn vor Monaten in einem ganzseitigen Zeitungsbeitrag herausgearbeitet. Die aktuelle ökonomische Realität ist gewiß nicht zukunftsfähig, aber die meisten Kritiker wollen partout nicht die Transformationsökonomie begreifen, die mit dem Ziel eines wirtschaftlichen Fundamentalismus am wenigsten gelingen kann. Das päpstliche Lehrschreiben ›Evangelii gaudium‹ ist nicht frei von Fundamentalismen, mag man noch so beschwichtigend argumentieren. Die Wirtschaft ganz aus der Sicht der Armen (mit dem absoluten Teilungsgebot) zu sehen ist schon für die Kirche selbst eine Utopie, geschweige denn, daß sie dem Grundmechanismus des Oikos (vgl. meine Wirtschaftskategorien) entsprechen. Drobinski bewegt sich klagend und anklagend auf der Ebene der schlechten Realität und ihres fundamentalistischen Widerparts. Kein Blick für den extrem komplizierten Übergang zu alternativen Modellen, wie ich sie erneut im Sommersemester 2015 an meiner Universität vorstellen werde. Auf herzzerreißende Zustände hinzuweisen ersetzt keinen Sachverstand. Heribert Prantl, der das Vorwort schreibt, weiß das auf dem Felde der Justiz nur zu gut (vgl. meinen Roman ›Gerichtsasche‹.
©Univ.-Prof. Dr. E. Dauenhauer,  ausgenommen die Originalzitate. Aus: www.walthari.com
 





20. Dezember 2013
Draghi & Co regieren Europa
- Schafft die EZB die Demokratie und  die Bürgerrechte ab? –
 
In einer fulminanten Abrechnung mit der Draghi-EZB deckt Werner Sinn, Ifo-Präsident in München,  die finanzwirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in Europa auf. Es geht dabei nicht nur um das Euro-›Rettungsdesaster‹ und um das Abzocken der deutschen Sparer und Steuerzahler. Sinn weist auf einen in Gang befindlichen Umsturz der demokratischen Verhältnisse hin.

Die »Verteilungswirkungen zwischen den Völkern Europas (werde) nicht von den Parlamenten vorgenommen, … sondern vom EZB-Rat, einem technokratischen Gremium, in dem Deutschland nicht mehr Gewicht hat als Malta und Zypern und in dem es seit Mai 2010 laufend überstimmt wird… Die Parlamente Europas stehen beim Aufbau der Rettungsarchitektur vor fast alternativlosen Entscheidungen, die schon vor Jahren vom EZB-Rat vorbereitet wurden, und wurden zu Erfüllungsgehilfen degradiert. Für mich stellt sich angesichts dieser Verhältnisse die Frage, ob die fiskalische Regionalpolitik, die hinter den verschlossenen Toren der EZB beschlossen wurde und für die es im amerikanischen Notenbanksystem keine Parallele gibt, noch mit den Regeln der parlamentarischen Demokratie und der deutschen Verfassung vereinbar ist.«
Das bedeutet nichts weniger als die Aushebelung der rechtsstaatlichen Ordnung, die fordert, daß alle Gewalt vom Volk bzw. seinen Repräsentanten ausgeht und nicht vom EZB-Rat.
Sinn spricht »von einer Enteignung der deutschen Sparer durch die Niedrigzinskonkurrenz mit der Druckerpresse« in Höhe von 203 Milliarden Euro (bisher).
Wenn jetzt nicht bürgerlicher Widerstand nach Artikel 20/4 Grundgesetz angesagt ist, wann dann? »Gegen jeden, der es unternimmt…« Dieser jeder…
Um die demokratiewidrige Regelungsmacht der Draghi-Behörde zu veranschaulichen, schreibt der Ifo-Präsident weiter: »Die EZB betätigt sich als Einkaufsorganisation für deutsche Ersparnisse, die diese Ersparnisse zu Konditionen bedient und an die Krisenländer weiterverteilt, die sie selbst für angemessen hält. Nach dem gleichen Muster könnten wir demnächst etwa eine EU-gesteuerte Einkaufsorganisation für den Weiterverkauf deutscher Autos zu gerechten Preisen nach Südeuropa gründen und die damit fallenden Autopreise als Vorteil für die deutschen Verbraucher bejubeln« (FAZ Nr. 260 v. 8. Nov. 2013, S. 14).
Im G-30-Club, gegründet 1978, haben sich weltweit Zentralbanker zusammengeschlossen, die regieren mit Central Banking die Welt. Mitglied ist auch Mario Draghi.  In dem Buch ›Die Alchemisten – Die geheime Welt der Zentralbanker‹ kann man nachlesen, wie man Parlamente…
Copyleft: Walthari®  Aus: www.walthari.com  (Hinweispflicht bei Übernahme)



17. November 2011

Warum bleiben öffentliche Aufrufe zum Rechtsbruch unbestraft?

»Wer die Finanzierung von Staaten durch die Zentralbank fordert, ruft öffentlich zum Rechtsbruch auf und stellt die ›Rettung‹ des Euro über das Gesetz. Darüber hinaus nimmt er eine dramatische Geldentwertung in Kauf.« 
Holger Steltzner, Mitherausgeber der FAZ, in: derselben Nr. 264/2011, S. 11

Sind öffentliche Aufrufe zum Rechtsbruch nicht mehr strafbar? Und was die zu erwartende »dramatische Geldentwertung« betrifft:  Der Wert aller weltweit produzierten Güter und Dienstleistungen beläuft sich auf 63 (dreiundsechzig) Billionen Dollar. Parallel dazu werden für 87 (siebenundachtzig) Billionen Dollar Aktien und Anleihen gehandelt, daneben Finanzderivate im Wert von 601 Billionen Dollar. Der Geldüberhang gegenüber dem Weltsozialprodukt beläuft sich demnach fast auf das Zehnfache (Quelle: HB Nr. 175/2011, S. 10). Die Folgen liegen auf der Hand: …
© Univ.-Prof. Dr. E. Dauenhauer. Aus: www.walthari.com
   


Meine Euro-Prognose aus dem Jahr 1998

Aufgeredetes Europageld

Aus: Dauenhauer, E.: Das veruntreute Land. Wohin driftet Deutschland?, Münchweiler, 2. Auflage

Die Einführung des Euro ist ein Lehrbeispiel für die Verachtung des mehrheitlichen Volkswillens in Deutschland. Kein amerikanischer Präsident würde es wagen, gegen die nachhaltig geäußerte Meinungsmehrheit der Wähler einen so einschneidenden Schritt zu unternehmen wie die Abschaffung des Dollars zugunsten eines riskanten Nafta. Der Bundeskanzler und fast die gesamte deutsche politische Klasse beharren trotz massiver Bedenken auch der meisten Fachleute hartleibig darauf, die bewährte Mark nach politischem, nicht nach wirtschaftlich vernünftigem Fahrplan auszuwechseln. Was sollen die Bürger von einem System halten, in welchem die Herrschenden den erdrückenden Mehrheitswillen und den soliden Sachverstand, zwei unerläßliche Anker einer jeden Demokratie, kurzerhand übergehen? Dabei richten sich die Bedenken nicht so sehr gegen den Euro generell, als gegen seine zu frühe und daher unnötig riskante Einführung. Folgende Einwände sind nicht von der Hand zu weisen:

  1. Die Einheitswährung wird den politischen Integrationsprozeß vermutlich nicht beschleunigen, sondern erschweren, solange kein gemeinsamer wirtschaftlicher, rechtlicher und vor allem sozialer Rahmen der teilnehmenden Länder hergestellt ist.
  2. Trotz guter Absichten gibt es gute Gründe anzunehmen, daß der Euro inflationieren wird, also auf Dauer nicht so stabil ist wie die Mark. Das liefe auf eine gigantische Enteignung von Sparern und auf die bekannten Verwerfungen hinaus (Lohn-Preis-Spirale usw.). Unter den guten Gründen für Skepsis werden beispielhaft die fehlende nachhaltige Stabilitätskultur bei inflationsunsensiblen Ländern (Italien u.a.) und der politische Druck auf die Europäische Zentralbank EZB genannt (vor allem durch Frankreich).
  3. Die Geldpolitik der EZB könnte durch die exorbitant hohe Arbeitslosigkeit in den Teilnehmerländern in eine Zerreißprobe geraten: entweder ist mit leichterem Geld der Beschäftigungsrahmen zu verbessern oder mit hartem Geld die Preisstabilität zu sichern. Dem »Druck der Straße« (im Verein mit dem Druck von Regierungen wie Frankreich, Italien u.a.) wird die EZB auf Dauer nicht gewachsen sein.
  4. Die Hoffnung, daß eine Einheitswährung die Verkrustungen auf dem Arbeitsmarkt (besonders in Deutschland) aufbricht, wird sich als trügerisch erweisen. Kommt es aber infolge eines Billiglohnwettbewerbs dennoch dazu, sind soziale Unruhen zu befürchten.
  5. Eine Währungsunion ohne vorausgegangene Rahmenangleichung führt zwangsläufig zu einer Transferunion. Die Brüsseler Fonds werden noch weiter anschwellen, um die finanziellen Engpässe in strukturschwachen Ländern abzu-fangen. Die zahlenden Länder werden auf Dauer nicht mitspielen, d.h. neben sozialen wird es auch zu politischen Spannungen kommen. 
  6. Die gigantischen Staatsschulden, die bei manchen Teilnehmerländern das jährliche Bruttoinlandsprodukt um mehr als einhundert Prozent übersteigen (Italien und Belgien) und bei anderen Ländern nur infolge von Buchungstricks (kreative Buchführung) unter die 60-Prozent-Grenze gedrückt wurden, zwingen die EZB zu stabilitätsgefährdenden niedrigen Zinssätzen, um die Zinslast der Schuldnerstaaten in Grenzen zu halten.
  7. Der ursprünglich vorgesehene Sanktionsautomatismus, wonach fiskalpolitische Sünden unnachgiebig geahndet werden, war politisch nicht durchsetzbar und läuft auch in einer milderen Form ins Leere: denn welcher Sünder bestraft schon seinen Nachbarsünder, wenn dieser jenen auch sanktionieren kann?
  8. Vielleicht nicht nominal, wohl aber real wird der Wechselkurs die deutsche Wirtschaft benachteiligen, d.h. den Deutschen steht eine Aufwertung über veränderte Preisrelationen (nicht über Devisenkurse, die es EU-intern nicht mehr gibt) ins Haus, was den Export erschweren wird.
  9. Ganz ungewiß ist, wie die internationalen Kapitalmärkte auf eine Einheitswährung mit den beschriebenen sozialen und politisch offenen Flanken reagieren werden. Ob der Euro als Anlagewährung im Wettbewerb mit dem Dollar bestehen kann, steht in den Sternen. Das Risiko trägt der Bürger, nicht die politische Klasse.
  10. © Univ.-Prof. Dr. E. Dauenhauer. Aus: www.walthari.com

12. Februar 2010

Der Euro wird scheitern – heißt es seit Jahren 
in diesem WALTHARI-Portal

Von Univ.-Prof. Dr. E. Dauenhauer 

Der Skandal nimmt europäische Ausmaße an, ohne daß die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können. Zu den Fakten:

  1. Schon vor der Einführung der Währungsunion habe ich, wie andere Kollegen auch, auf die nicht heilbaren Strukturfehler hingewiesen, die den Euro scheitern lassen müssen. Die Mängelliste wurde in diesem Portal mehrmals ausführlich beschrieben.
  2. Es wurde ein Scherbenhaufen prognostiziert, dessen finanzielle (für die Bürger), politische (für die politische Klasse) und soziale (auf Kosten des gesellschaftlichen Friedens) Folgen alles übertreffen werden, was an Wirtschafts- und Finanzkrisen je war. Nur der Zeitpunkt blieb offen. 
  3. Dieser Zeitpunkt rückt faktenschwer näher. Nicht allein die ehemaligen Schwachwährungsländer, auch die abenteuerliche Staatsverschuldung der als solide geltenden Euro-Länder treiben sichtbar auf einen EU-GAU zu. 
  4. Es gleicht einem nicht mehr überbietbaren Offenbarungseid, daß angesichts der Griechenlandkrise der deutschen Regierung von allen (!) anderen Partnerländern zugemutet wurde, den griechischen Schuldenberg zu schultern, obschon der sog. Lissabon-Vertrag (LV) in seinen Artikeln 123 und 125 ein Herauskaufen durch die Partnerländer oder die EU-Kommission ausdrücklich verbietet. Gleich drei Masken fielen endgültig: a) Der EU-Vertrag steht für einen Rechtsbruch jederzeit zur Disposition. b) Deutschland wird nach wie vor als tölpelhafter Zahlesel angesehen. c) Die Währungsunion ist auch politisch und mentalitätsspezifisch eine Kunstwährung, die nicht halten wird.
  5. Der Gipfel des Skandals: 

  6. a) Gegen einen Rechtsbruch könnte Deutschland nicht einmal klagen (es ist im LV nicht vorgesehen). 
    b) Eurosünder können nicht ausgeschlossen werden (es ist im LV nicht vorgesehen).
    c) Zahlesel Deutschland kann in Geiselhaft genommen werden, und zwar auf Dauer, ohne sich dagegen wehren zu können.
  7. Ich wiederhole daher meinen Vorschlag von vor Jahren: Nicht Griechenland, Portugal und die anderen Schwachwährungsländer sollten aus der Währungsunion austreten, sondern Deutschland, indem es die bewährte DM wieder einführt. 
Die politische Klasse hat die Entmündigung der Bürger auf die Spitze getrieben. Den machtlosen Untertanen stehen gigantische Einkommens- und Sparrisiken ins Haus. Aktuelles Indiz dafür ist der Wertverfall des Euro gegenüber dem an sich schon schwachen Dollar. Für wie dumm die Staats- und Regierungschefs ihr Publikum halten, belegen sie mit der Garantieerklärung (für Griechenland) in diesen Tagen: Wie anders als mit Finanztransfers könnte diese Garantie eingelöst werden? Das aber wäre ein Rechtsbruch, den man durch trickreiche Transfers nicht kaschieren kann. Was die Sache unsäglich verschlimmert: In den Monatsberichten vom Januar 2010 gehen die EZB und die Deutsche Bundesbank mit keinem Wort auf die Eurokrise ein – ganz so, als herrschte Normalität! Für die obersten Hüter einer Währung wahrlich ein Debakel.
© WALTHARI® – Aus: www.walthari.com